Wer hat sich nichtg schon mal über den entgegenkommenden Trottel geärgert der einem mit eingeschaltetem Fernlicht die Sicht genommen hat. So praktisch das Fernlicht auch ist: „Es darf nur genutzt werden, wenn andere Verkehrsteilnehmer dadurch nicht behindert werden“, erklärt Burkahrd Böttcher, Fachreferent für Fahrzeugtechnik beim ADAC.

Wer akut durch ein entgegenkommendes Fahrzeug geblendet wird, kann nur eins tun: „Sich auf das Verkehrsgeschehen konzentrieren“, rät Böttcher.  „Das Gehirn kann störungen ganz gut ausblenden.“ Stört das Fernlicht von hinten über den Rückspiegel, sollten Autofahrer sich daran erinnern, dass sie den Spiegel durch Umklappen des kleinen Hebels an der Unterseite abblenden können.

Laut Böttcher sollte das Fernlicht nur außerorts eingesetzt werden, wenn der Straßenverlauf nicht zu überblicken ist. Auf Straßen mit durchgehender, ausreichender Beleuchtung darf laut der Straßenverkehrsordnung (StVO) nicht mit Fernlicht gefahren werden.

Verbreitet, aber unsinnig ist es, bei Nebel auf Fernlicht zu setzen – in der irrigen Annahme, dadurch besser zu sehen. Denn genau das Gegenteil ist der Fall. Man selbst sieht aber nicht nur viel schlechter als bei Abblendlicht – im dümmsten Fall nimmt das gestreute Fernlicht gleichzeitig anderen Verkehrsteilnehmern die Sicht. Hilfreich sind dagegen Nebelscheinwerfer, die das Licht flach über die Straße werfen. Die Nebelschlussleuchte wiederum darf eerst bei einer Sichtweite unter 50 Metern in Betrieb genommen werden. Denn auch sie kann nachfolgende Verkehrsteilnehmer blenden.

Doch nicht nur Fernlicht und Nebelschlussleuchte können andere blenden – auch das Abblendlicht, wenn es falsch eingestellt ist. Ob das Abblendlicht richtig justiert ist, können Autofahrer einfach selbst überprüfen. „Am linken Fahrbahnrand sollte der Lichtstrahl in 50 Metern Entfernung auf dem Boden ankommen“, erklärt Böttcher. Um die Distanz richtig einzuschätzen, können sich Autofahrer an den Leitpfosten am Straßenrand orientieren.

Quelle: RNZ