Dan Winterwetter kann Straßen derzeit vielerorts in gefährliche Rutschbahnen verwandeln. Das gilt nicht erst dann, wenn das Thermometer unter null Grad fällt. Schon bei vier Grad über dem Gefrierpunkt kann die Fahrbahn glatt sein, insbesondere auf Brücke und in Waldschneisen, warnt der ADAC. Wer nicht sicher ist, ob die Straße glatt ist, kann an einer ungefährlichen Stelle leicht bremsen und vorsichtig hin und her lenken, sagt Diana Sprung von ADAC. Bei diesem Manövern sollten allerdings keine anderen Fahrzeuge oder Hindernisse wie Bäume in der Nähe sein. Ist die Straße rutschig, sollten Autofahrer ihre Fahrweise entsprechend anpassen

Tempo: Der Bremsweg verlängert sich bei glatter Fahrbahn trotz ABS, ESP und Winterreifen enorm. Deshalb müssen Autofahrer langsamer und vorausschauender fahren – „das ist das Wichtigste“, erläutert Sprung.

Bremsen: Bei Glätte kann ein starker Tritt auf die Bremse das Auto ansbrechen lassen. Deshalb gilt: sanft bremsen. Bricht der Wagen trotzdem aus oder untersteuert er in einer Kurve, gilt es kurz und kräftig zu bremsen und gefühlvoll gegenzulenken, rät Johannes Boos vom ADAC. Damit wird das Auto etwas langsamer. Das reiche häufig schon, um es wieder unter Kontrolle zu bringen. Kommt das Fahrzeug trotz jenes sogenannten Bremsschlags nicht mehr in die Spur, dann bleibt die Vollbremsung die letzte Option.

Kuppeln: Viele Autofahrer nutzen die Motorbremse, um ihr Auto ein wenig abzubremsen. Auf rutschiger Straße lassen sie das aber besser sein. „Die Plötzlichen Drehzahlsprünge können die Räder blockieren lassen“, erklärt Sprung. Dann rutscht das Auto unkontrolliert.

Anfahren: Es kommt vor, dass die Reifen beim Anfahren keinen Grip bekommen und durchdrehen. Damit das Auto vom Fleck kommt, kann es helfen, im zweiten Gang anzufahren. Niedrige Motordrehzahlen lassen die Räder bei Eis und Schnee allgemein weniger durchdrehen.

Sicht: Vor der Fahrt sollte das gesamte Auto von Schnee und Eis befreit werden. “ Ein kleines Guckloch in der Frontscheibe reicht nicht“, stellt Sprung klar. Neben Unfällen riskieren Autofahrer ein Bußgeld von 10 Euro. Sind sie mit Schnee auf dem Dach unterwegs, können sogar 25 Euro fällig werden.

Quelle: RNZ/tmn